Projekttage Wenigenjenaer Schule

Das Projekt in der Wenigenjenaer Schule war ein Besonderes. Gemeinsam mit dem Theaterpädagogen Pit Nötzold wurde ein multimediales Projekt durchgeführt. Die Projekttage fanden zwischen dem 4. und 6. und am 12. September in der Wenigenjenaer Schule statt. Teilnehmen konnten die Schüler aus der Sprachklasse der Schule und auf Wunsch Schüler der 7. und 8. Klassen. In gemischten Gruppen konnten insgesamt 26 Schüler ein Theaterstück inszenieren und drei Filme produzieren.

Nachdem sich die Schüler in die Filmgruppen eingewählt hatten, begann auch schon die Arbeit an den Drehbüchern. Es gab insgesamt drei Filmgruppen, die sich mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzten. Die Arbeit an der Geschichte war nicht so ganz einfach. Obwohl in jeder Gruppe Dolmetscher zur Verfügung standen, hat sich gezeigt, dass für die Arbeit an einem Film das gegenseitige Verstehen eine Grundvoraussetzung ist. Alle Schüler haben sich dieser Herausforderung gestellt. Die Ideen wurden von den Schülern gemeinsam entwickelt. Dabei gab es natürlich auch Missverständnisse, die aber immer geklärt werden konnten.

In der ersten Filmgruppe wurde eine Gangsterkomödie erfunden. Dabei ging es um den Entführer eines Kindes. Der hat aber nicht mit den cleveren Kindern gerechnet. Sie haben ihn bei der Geldübergabe ausgetrickst und den Jungen befreit. Die Schüler hatten besonders viel Spaß bei der Entwicklung und dem Drehen der Actionszenen.

Die Schüler der zweiten Filmgruppe produzierten einen Film über Mobbing. Ein Mädchen wird von einer Gruppe Jungen massiv gemobbt. Einer der Jungen fängt während des Films an zu zweifeln, ob sein Tun gut ist. Am Ende entschließt er sich, seine Kumpels vom weiteren Mobben abzuhalten. Bemerkenswert an diesem Film ist, dass sich die syrischen Jungen überwinden konnten und im Film deutsch gesprochen haben.

Im dritten Film ging es um den Konflikt zweier Brüder. Sie sind aus Syrien geflüchtet und haben auf der Flucht ihre Eltern verloren. Die beiden gehen sehr unterschiedlich mit dem Verlust um, und es kommt zum großen Streit. Als einer der Brüder die Diagnose Krebs bekommt und es seinem Bruder sagt, wendet sich das Blatt. Am Schluss finden sie wieder zusammen und helfen einander. Das Besondere an diesem film ist, dass er hauptsächlich in arabischer Sprache spielt und deutsch untertitelt ist.

Die Filme wurden gemeinsam mit dem Theaterstück im Jugendclub Treffpunkt erst vor der Projektgruppe und eine Woche später auch noch vor Eltern aufgeführt. Das war ein großer Erfolg.